Am Sonntag, den 1. März ging das traditionsreiche Strandja-Turnier in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zu Ende. Das Team des Deutschen Boxsport-Verbandes (4 Boxerinnen und 9 Boxer) kehrte mit einer Bronzemedaille in die Heimat zurück.
Nikita Putilov besiegte ehemaligen Vizeweltmeister
Den Weg auf das Siegerpodest und zur Medaille hatte sich das Superschwergewicht Nikita Putilov erboxt. Dazu hatte er zunächst den Armenier Davit Chaloyan (2. bei der WM 2021 und 3. bei der WM 2025) und schließlich den Ukrainer Andrii Khaletskyi aus dem Weg räumen müssen. Erst im Halbfinale konnte ihn der spätere Turniersieger Damar Thomas aus England stoppen – und dies auch nur äußerst knapp und umstritten.
Cheftrainer mit Putilov sehr zufrieden
Der neue Cheftrainer des Deutschen Boxsport-Verbandes Humberto Horta zur Leistung des deutschen Medaillisten: »Ich denke, er hat einen großen Schritt nach vorn gemacht. Im ersten Kampf besiegte er den Athleten aus Armenien, der Vizeweltmeister gewesen war. Es war ein verdienter Sieg. Danach gewann er im zweiten Kampf gegen den Boxer aus der Ukraine. Den dritten Kampf haben wir mehrfach analysiert, und ich bin der Auffassung, dass hier eine Fehlentscheidung getroffen wurde. Solche Situationen kommen im Boxen leider vor. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit Nikita. Er macht einen sehr guten Eindruck und ist hoch motiviert. Wir freuen uns über seine Bronzemedaille.«
Teamleistung mit 13 Siegen besser als erwartet
Die gesamte Teamleistung stellte den neuen Cheftrainer auch zufrieden: »Das Strandja-Turnier hatte ein sehr, sehr hohes Niveau. Es war gewissermaßen eine kleine Weltmeisterschaft mit sehr, sehr großem Druck. Nach erst 20 Tagen meiner Arbeit war es das erste Turnier. Man konnte jedoch bereits eine Verbesserung dessen erkennen, woran wir gearbeitet haben. Auch wenn wir nur eine Medaille gewonnen haben, bestritten wir 25 Kämpfe und gewannen immerhin 13 davon. Das waren mehr Siege, als ich erwartet hatte. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers.«