Stellungnahme des Deutschen Boxsport-Verbandes zu Vorwürfen von Athleten Deutschland

Wir veröffentlichen eine an die Medien gerichtete Stellungnahme des Deutschen Boxsport-Verbandes:

Betr.: Öffentliche Vorwürfe von Athleten Deutschland gegen den Deutschen Boxsport-Verband wegen der ehemaligen Kader-Athletin Sarah Scheurich

Sehr geehrte Medienvertreter*innen,

in den vergangenen Tagen hat die Interessenvertretung Athleten Deutschland e.V. öffentliche Vorwürfe gegen den DBV wegen seines Umgangs mit der früheren Kader-Athletin Sarah Scheurich erhoben. Dagegen möchten wir uns bei aller Wertschätzung für den genannten Verein verwahren, da sie nicht den Tatsachen entsprechen.

Die genannte Athletin ist von den Wahlen des bzw. der neuen Athletensprecher:in des DBV nicht wie behauptet ausgeschlossen worden, da sie zu dem Zeitpunkt (Anfang November 2021) dem Perspektivkader (»P-Kader«) gar nicht mehr angehörte. Ihr Verbleib endete zum 30. Juni 2021, weil sie den Qualifikationskriterien eindeutig nicht mehr genügte. Überdies hatten nahezu alle Trainer und Betreuer des Elitekaders sowie die Ärztekommission eine weitere Zusammenarbeit mit ihr abgelehnt.

Insbesondere verwundert die Behauptung von Sarah Scheurich, dass die Wahl des Athletensprechers bzw. der Athletensprecherin nicht demokratisch erfolgt sein soll. Schließlich wurde sie selbständig und ohne Einflussnahme des DBV von Athleten Deutschland durchgeführt. Tatsächlich wurden in dieser mit einer Online-Software erhobenen Wahl, zu der alle 84 Athlet*innen der OK-, PK- und NK-Kader wahlberechtigt waren, Stefanie von Berge (Sprecherin) und Silvio Schierle (Stellvertreter) gewählt. Wir freuen uns auf einen vertrauensvollen, offenen und kritischen Austausch mit ihnen.

Zur Personalie Scheurich werden wir darüber hinaus keine Kommentare mehr abgeben. Im Anlauf auf das olympische Turnier 2024 in Paris gilt unsere ganze Aufmerksamkeit den aktuellen Athleten und Athletinnen des Elitekaders. Die Erfolge an jüngsten, internationalen Turnieren bestätigen unser Vertrauen in ihr Potenzial.

Kassel, 13.04.2022
Geschäftsführender Vorstand des DBV