Cheftrainer Eddie Bolger erläuterte Konzepte in Heidelberg

Trainerteams des DBV trafen sich zu strategischen Fragen

Vom 8. bis zum 9. Juni 2020 trafen sich die Trainerteams Elite und Nachwuchs des Deutschen Boxsport-Verbandes am Bundesstützpunkt Heidelberg. Die insgesamt etwa 40 Trainer beider Teams berieten sich mit weiteren Experten zu organisatorischen und strategischen Fragen des Spitzensports.

Die Führung des Deutschen Boxsport-Verbandes war mit Lothar Heine (Vizepräsident DBV Wissenschaft, Aus- und Fortbildung), Heinz-Günter Deuster (Vizepräsident DBV Leistungssport) sowie Michael Müller (Sportdirektor DBV) ebenfalls in Heidelberg vertreten.

Cheftrainer setzt Schwerpunkte

Das zweitägige Treffen begann zunächst mit getrennten Sitzungen der beiden Trainerteams, in denen es um jeweils spezifische Belange der einzelnen Teams ging. Am zweiten Tag wurden in einer gemeinsamen Sitzung schließlich weichenstellende strategische Themen aufgegriffen, die beide Teams gleichermaßen betreffen.

Cheftrainer Eddie Bolger erläuterte in dieser gemeinsamen Sitzung die wesentlichen Züge der neuen trainingsmethodischen Grundkonzeption. Die Schwerpunkte seiner Ausführungen setzte er dabei auf die wichtigen Aspekte der Periodisierung, der Belastungssteuerung sowie der Regeneration der Athleten.

Ergebnis gemeinsamer Arbeit

An der Entwicklung der neuen trainingsmethodischen Grundkonzeption waren neben dem Cheftrainer und den Trainerteams noch weitere Experten beteiligt, die ihre trainingswissenschaftliche Expertise maßgeblich einbrachten und daher auch an dem Treffen in Heidelberg teilnahmen:

  • Georg Langen und Susanne Schönburg (Institut für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig)
  • Dr. Oliver Heine (Leistungsdiagnostik am Olympiastützpunkt Rheinland)
  • Sebastian Förster (Athletiktrainer des Deutschen Boxsport-Verbandes)

Athletenvertreter äußerten sich

Die Perspektive der Sportlerinnen und Sportler vertraten in der Runde die beiden Athletenvertreter des Deutschen Boxsport-Verbandes Nadine Apetz und Hamza Touba. Sie äußerten sich zu Fragen der Leistungsmöglichkeiten und der Belastungsgrenzen aus der Sicht der Aktiven.

Ergänzt wurde das Programm des zweiten Tages um weitere Ausführungen:

  • Die Leiterin der Ärztekommission des Deutschen Boxsport-Verbandes Dr. Angelika Fischer erläuterte das Corona-Sicherheitskonzept für künftige Boxveranstaltungen des Verbandes.
  • Die Team- und Competition-Managerin des Deutschen Boxsport-Verbandes Beatrice Bastian stellte die neuen Richtlinien für Fördermaßnahmen der Deutschen Sporthilfe vor.
  • Der Referent für Leistungssport im Deutschen Boxsport-Verband Martin Volke berichtete mit Blick auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokyo von den Planungen der Unmittelbaren Wettkampfvorbereitungen.

Sportdirektor Michael Müller zieht positives Fazit

Der Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbandes Michael Müller bilanziert das Treffen am Bundesstützpunkt Heidelberg mit folgenden Worten:

»Man kann es als historischen Schritt bezeichnen, wie die trainingsmethodische Grundkonzeption des deutschen Boxsport-Verbandes von unserem Cheftrainer Eddie Bolger neu überarbeitet und präsentiert worden ist. Unter den rund 40 anwesenden Trainern war die Motivation deutlich spürbar, diese Schwerpunkte in ihrer sportfachlichen Tätigkeit aufzunehmen und umzusetzen.«