U19 EM: Nikita Putilov holt vorzeitig Gold, Jenin Heck bringt Silber nach Hause

Gold und Silber in den Finalentscheidungen runden eine erfolgreiche EM des DBV ab

Am heu­ti­gen Sams­tag (23. Okto­ber) stan­den nach einem Tag Erho­lungs­pau­se eine Boxe­rin und ein Boxer des Deut­schen Box­sport-Ver­ban­des im Fina­le der Euro­pa­meis­ter­schaft der Jugend (U19) in Mon­te­ne­gro. Jenin Heck (Halb­wel­ter­ge­wicht bis 63 kg, Lan­des­ver­band Nord­rhein-West­fa­len) und Niki­ta Puti­l­ov (Super­schwer­ge­wicht über 92 kg, Lan­des­ver­band Sach­sen) kämpf­ten nach zwei bzw. drei vor­an­ge­gan­ge­nen Sie­gen nun um Gold.

Gold oder Sil­ber: Für Jenin Heck und Niki­ta Puti­l­ov ging es in Mon­te­ne­gro heu­te um Platz 1 oder 2 der Europameisterschaft.

Jenin Heck unterliegt gegen Iulia Starchenko nach Punkten und bringt Silber heim

Einen Final­kampf auf Augen­hö­he lie­fer­te sich Jenin Heck (rote Ecke) im Halb­wel­ter­ge­wicht bis 63 kg gegen die Rus­sin Iulia Star­chen­ko (blaue Ecke). Bei­de Links­aus­le­ge­rin­nen zeig­ten einen tech­nisch über­zeu­gen­den Kampf, an des­sem Ende die rus­si­sche Ath­le­tin die Punkt­rich­ter aber mehr über­zeu­gen konn­te. Dabei war es knap­per gewe­sen, als das 5:0‑Punktrichterurteil viel­leicht den­ken lässt: Vor Beginn der drit­ten und letz­ten Run­de des Kamp­fes hat­ten immer­hin 3 von 5 Punkt­rich­tern ein Unent­schie­den in ihrer Wer­tung. Der Kampf war zu die­sem Zeit­punkt also durch­aus noch offen gewe­sen auch wenn die deut­sche Ath­le­tin nun jedoch ein wenig in die Rol­le der Ver­fol­ge­rin gera­ten war. Im letz­ten Drit­tel moch­te es aber schluss­end­lich dann nicht mehr gelin­gen, das Blatt zu wen­den. Die Run­de ging ein­stim­mig an die Rus­sin, die sich damit den Sieg sicher­te. Für Jenin Heck bleibt es damit bei der Sil­ber­me­dail­le, die sie sich nach einer sport­lich sehr über­zeu­gen­den Tur­nier­leis­tung mehr als ver­dient hat.

Über­zeu­gend: Jenin Heck (rote Ecke) erreich­te nach über­zeu­gen­der Tur­nier­leis­tung das Fina­le der Euro­pa­meis­ter­schaft, unter­lag hier aber knapp ihrer rus­si­schen Gegnerin.

Nikita Putilov siegt durch Aufgabe über Dmytro Babliuk aus der Ukraine

Ein­mal mehr erwies sich Niki­ta Puti­l­ov (blaue Ecke) in der Gewichts­klas­se über 92 kg nach sei­nem vor­zei­ti­gen Sieg in der vor­an­ge­gan­ge­nen Begeg­nun­gen nun auch in sei­nem Final­kampf als der Mann für die schnel­len Lösun­gen. Die Ent­schei­dung über Gold und Sil­ber war bereits vor Beginn der zwei­ten Run­de gefal­len, als die geg­ne­ri­sche Ecke den Kampf auf­ge­ben muss­te. Der beweg­li­che Boxer aus der Ukrai­ne, der durch­aus nicht leicht zu tref­fen war, obwohl er pha­sen­wei­se fast ohne Deckung box­te, hat­te ganz zum Ende der ers­ten Run­de in der Halb­di­stanz noch einen emp­find­li­chen Kör­per­tref­fer hin­neh­men müs­sen, von dem er sich in der ein­mü­ti­gen Run­den­pau­se nicht erho­len konn­te. So kam es dann erst gar nicht mehr zur Eröff­nung des zwei­ten Durch­gangs. Das deut­sche Talent hat mit die­sem Final­sieg zwei sei­ner vier EM-Kämp­fe durch Auf­ga­be gewin­nen kön­nen und in Bud­va ein deut­li­ches Aus­ru­fe­zei­chen gesetzt. Der ver­dien­te Lohn sei­ner Tur­nier­leis­tung sind die Gold­me­dail­le und der Platz ganz oben auf dem Siegerpodest.

Kur­zer Pro­zess: Niki­ta Puti­l­ov (blaue Ecke) kann auch sei­nen Final­kampf vor­zei­tig durch Auf­ga­be sei­nes Geg­ners ent­schei­den und holt sich mit einer beein­dru­cken­den kämp­fe­ri­schen Leis­tung die Goldmedaille.