U19 EM: Viertelfinalergebnisse der Männer

Ein Sieg und eine Niederlage für den DBV

Nachdem am Vortag die Viertelfinalbegegnungen der Frauen ausgeboxt wurden, ging es heute in Budva (Montenegro) bei den Männern um den Einzug ins Halbfinale der Europameisterschaft. Mit Enrico Kliesch (Leichtgewicht bis 60 kg) und Nikita Putilov (Superschwergewicht über 92 kg) standen noch zwei Athleten des Deutschen Boxsport-Verbandes im Wettbewerb.

Enrico Kliesch unterliegt nach Punkten

In der 195. Auseinandersetzung der laufenden Europameisterschaft ging es zunächst für das deutsche Leichtgewicht Enrico Kliesch (rote Ecke) um das Vorrücken auf einen sicheren Medaillenplatz. Er hatte sich hierfür mit Luka Gacevic (blaue Ecke) aus dem Gastgeberland Montenegro zu vergleichen. Enrico Kliesch erwischte einen guten Start in den Kampf und überzeugte mit hoher Aktivität und auch guten Ausweichbewegungen. So mochte etwas überraschen, dass diese Runde mit 3:2 Punktrichterstimmen an seinen Gegner ging. Überraschend war auch, dass Enrico Kliesch im zweiten Durchgang eine Verwarnung wegen Haltens hinnehmen musste. Die Runde wurde zwar mit 3:2 für ihn gewertet, war aber eben auch durch den Punktabzug belastet. Auch in der dritten Runde sahen die Punktrichter mit 4:1 den Deutschen in Führung, aber in der Gesamtrechnung lief es durch die verlorene erste Runde und den Punktabzug auf eine 3:2-Niederlage für das deutsche Leichtgewicht hinaus, der boxerisch betrachtet eine überzeugende Vorstellung gegeben hatte, aber dennoch nun nicht im Halbfinale steht.

Unglückliche Niederlage: Enrico Kliesch scheidet trotz guter Leistung im Viertelfinale aus.

Nikita Putilov holt Punktsieg

Eindeutiger war die Sache im Viertelfinalkampf des deutschen Superschwergewichts Nikita Putilev (über 92 kg). Hier führte der Weg in die Runde der letzten Vier über den Vergleich mit dem Russen Sergei Manzhuev. Über die Wertung des Kampfes konnten keine Zweifel aufkommen: Nikita Putilev (blaue Ecke) bestimmte das Geschehen im Seilgeviert über alle drei Runden des Kampfes hinweg. Mit einer klugen und wirksamen Führhand hielt er Distanz und unterband effektiv die Entfaltung des Gegners. Im Laufe des Kampfes wuchs auch der Anteil der Schlaghand und komplettierte somit das Bild der Dominanz. Die Punktrichter quittierten die dargebotene Leistung des deutschen Superschwergewichtlers mit einstimmigen Punktwertungen in jeder Runde, die sich am Ende zu einem klaren 5:0-Punktsieg addierten. Damit rückt Nikita Putilev nach den beiden Siegen des Vortages als dritter DBV-Athlet ins Halbfinale ein und sichert das dritte Edelmetall für die Mannschaft. In der vorletzten Turnierrunde wird der Deutsche morgen (21.10.) auf den Moldauer Nicolai Burdiuja treffen.