TOKYO2020: Ammar Riad Abduljabbar siegt, Nadine Apetz verliert

Im Viertelfinale trifft Abduljabbar nun auf den amtierenden Weltmeister

Ammar Riad Abduljabbar gewinnt gegen den Peruaner Jose Maria Lucar Jaimes

Einen klaren Sieg konnte der deutsche Schwergewichtler Ammar Riad Abduljabbar (bis 91 kg) heute in seinem Auftaktkampf einfahren. Im Vergleich mit dem Peruaner Jose Maria Lucar Jaimes behielt Abduljabbar klug die längere Distanz, setzte die klareren Treffer und konnte so alle drei Durchgänge einstimmig für sich entscheiden. Mit diesem Sieg rückt der Hamburger Schwergewichtler in die Runde der letzten acht Teilnehmer in dieser Gewichtsklasse vor.

Im Viertefinale wird Ammar Riad Abduljabbar am 30.07. auf den amtierenden AIBA-Weltmeister Muslim Gadzhimagomedov (Russland) treffen. Beide standen sich bereits 2019 beim Cologne Boxing World Cup gegenüber. Damals in Köln behielt Gadzhimagomedov noch die Oberhand, doch jetzt sind die Karten neu gemischt.

Nach seinem Erfolg im Achtelfinale benötigt Ammar Riad Abduljabbar noch

  • 1 Sieg für den Einzug ins Halbfinale, was ihm die Bronzemedaille sichern würde.
  • 2 Siege in Folge für den Einzug ins Finale, was ihm die Silbermedaille sichern würde.
  • 3 Siege in Folge für den Olympiasieg und die Goldmedaille.


Nadine Apetz unterliegt der Inderin Lovlina Borgohain

Eine knappe Niederlage musste hingegen die deutsche Weltergewichtlerin Nadine Apetz (bis 69 kg) hinnehmen. In der Auseinandersetzung mit der Inderin Lovlina Borgohain unterlag sie leider nach Punkten mit 3:2 Punktrichterstimmen. Ihre Kontrahentin mochte die Punktrichter, die alle drei Runden mehrheitlich für die Inderin in der blauen Ecke werteten, mit ihrer langen Führhand überzeugt haben.

Mit der Niederlage scheidet Apetz nun aus dem Turnier aus. Da mag es in diesem Moment nur ein kleiner Trost sein, dass sie als erste deutsche Boxerin überhaupt am olympischen Boxturnier teilnahm und damit ein Stück deutscher Sportgeschichte schrieb.